HUNDE Seite 1

 
Julie
Griechischer Mischling
Hündin, kastriert, geb. 03/2009



 
Eigentlich hatten wir gedacht, dass Julie gut unter ist und ein Leben auf einem Gnadenhof für Herdenschutzhunde verbringen könnte. Das war jetzt leider nur ein paar Monate der Fall und jetzt, als der Hof geschlossen wurde, war es für uns selbstverständlich Julie wieder zu uns zu nehmen.

Julie ist lange nicht mehr der Hund, der sie war, als sie im November 2010 zu uns gekommen ist. Damals wusste Julie noch nicht was es heißt, sich führen zu lassen. Sie zeigte sich bei Ankunft sehr aggressiv Fremden gegenüber und flippte auch bei Hundebegegnungen regelrecht aus.

Heute ist eine ruhige, souveräne Hündin aus der wunderschönen Julie geworden. Verträglich mit den meisten Artgenossen und auch bei Fremden wesentlich gelassener. Dennoch sollte man Julie nicht zumuten von Fremden angefasst zu werden, denn das mag sie einfach nicht. Sie braucht eine Aufwärmphase, um jemand zu vertrauen.

Da man Julies Vorgeschichte nicht einfach ausblenden kann und nicht auszuschließen ist, dass sie auch wieder Rückschritte macht, wenn sie keinen Halt bekommt, suchen wir ein erfahrenes Zuhause, gerne bei Herdenschutzhundefans, die sich dem Verhalten bewusst sind.

Wir könnten uns für Julie eine Vermittlung in Außenhaltung vorstellen. Vielleicht auf einem Gelände, wo sie tagsüber mit einem Artgenossen separiert wird und nachts das Gelände bewachen darf. Dennoch sollte auch hier der Anschluss zu Bezugspersonen gegeben sein.
ID: 0276/Stand: 16.09.2013
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Felix
Rumänischer Mischling
Rüde, kastriert, geb. 2010



Eigentlich könnte man meinen, dass Felix´ Laufbahn genug Potential dazu gehabt hätte, dass er sich zu einem glücklichen, zufriedenen und vor allen Dingen „normalen“ Hund entwickelt. Normal in dem Sinn, wie sich die Gesellschaft einen Hund eben so vorstellt.

Felix kam als Welpe aus Rumänien zu uns. Er war bis zur Vermittlung auf einer Pflegestelle und zeigte sich zwar ein klein wenig schüchtern, aber nicht auffällig. Aber vermutlich muss in dieser ersten Prägephase in Rumänien schon einiges vorgefallen sein, was nachhaltig zur Entwicklung von Felix beigetragen hat.

Er wurde dann recht schnell in eine hundeerfahrene Familie vermittelt, in der vermutlich unbewusst nicht alles so laufen sollte, wie es sollte. Dies bis ins Detail aufzuschlüsseln wird wohl im Nachhinein nicht mehr möglich sein.

An Weihnachten 2012 kam Felix dann aus der Vermittlung zurück, da er nach seinem Frauchen geschnappt hatte. Beim Abholen von Felix wurde berichtet, dass es schon länger Probleme im Zusammenleben mit Felix gab und es schon mehrmals zu Schnappern kam.

Im Tierheim wurde Felix mit jedem Tag seines Aufenthaltes lockerer und freundlicher. So wurde er dann Anfang April an ein Paar ohne Kinder vermittelt. Die Leute wirkten sehr souverän, glaubten der Geschichte, dass Felix nicht immer ganz einfach ist und wir alle waren guter Dinge, dass Felix seine Familie gefunden hat. Dann Ende Mai leider wieder der Anruf, dass Felix abholt werden müsse. Leider hatte er dieses Mal heftig zugebissen. Auch hier die Gründe aufzuschlüsseln war für alle schwer. Felix stellte uns alle vor ein Rätsel.

Wir stellten den Hund dann dem namhaften Hundetrainer und Buchautor Thomas Baumann vor (www.dogworld.de), der ihn im Rahmen eines Tierheimstiftungsseminares begutachtete. Herr Baumann sieht Felix als vermittelbar, wenn Interessenten auch genau ausgewählt werden müssen. An dieser Stelle alles zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Gerne steht unsere Frau Bender potenziellen Interessenten zur Verfügung.

Felix ist mit seinen Artgenossen verträglich (er teilt sich bei uns den Zwinger mit einem Rüden) und hat auch mit Katzen keine Probleme. Das alleine bleiben stellt für ihn ebenso kein Problem dar. Er muss in absolut erfahrene Hände, die immer ein Auge auf seine Körpersprache haben. Dass Interessenten mit Kindern im Umfeld hier ausfallen, ist selbstredend.

Auch wenn Felix sich jetzt im Tierheimalltag wieder unauffällig zeigt und für Besucher im Zwinger sehr attraktiv wirkt, weil er sich auch über fremde Menschen freut und sich streicheln lässt, wird er nur von unserem Personal betreut und ausgeführt. Sollten Sie sich für Felix interessieren, was zugegebenermaßen nach diesem Text wohl eher selten der Fall ist, mögen Sie sich bitte erst zu einem Gespräch bei uns einfinden, um aufzuschlüsseln, ob es denn mit Ihnen und Felix passen könnte.

Wir werden in Felix Vermittlung Abstriche machen und könnten uns auch vorstellen, dass er auf einen Hof vermittelt werden könnte, wo er nicht inmitten einer Familie lebt.
ID: 0680/Stand: 30.12.2012, Update: 27.06.2013
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Diva
Rottweiler
Hündin, kastriert, geb. 04.06.2007


Diva gehört mit über einem Jahr Aufenthalt bei uns im Tierheim leider zu den Langzeitsitzern. Sie saß zuvor schon mindestens zwei Jahre in einem französischen Tierheim und hatte auch davor sicher nichts Schönes in ihrem Leben. Im Zwinger zeigt sie sich Fremden gegenüber nicht sonderlich freundlich. Allgemein ist sie im Zwinger sehr gestresst, was man ihr dann auch deutlich ansieht (z.B. in Form von Sabberfäden). Da sollte man sie dann auch als Bezugsperson nicht mit Liebesbeweisen überhäufen.

Sie ist mit einigen Rüden gut verträglich und tobt dann auch ausgelassen durch den Freilauf. Allerdings gibt es auch Artgenossen, die sie gar nicht leiden mag (meist Hündinnen) und man auch Abstand halten sollte. Allerdings vermuten wir dahinter auch viel Tierheimstress. Interessenten mit einem größeren Rüden sollten es auf jeden Fall zu einem Kennenlernen kommen lassen.

Zu Katzen kann Diva auf keinen Fall vermittelt werden, die hat sie zum Fressen gern. Auch die Vermittlung zu kleinen Hunden ist uns zu heikel.

Auffallend ist, dass Diva dem Menschen oftmals in geduckter Haltung begegnet und sie damit rechnet Schlechtes zu erfahren. Sicherlich hat sie nicht nur Gutes erlebt, weshalb wir sie in erfahrene Hände ohne Kinder vermitteln möchten.

Im Freilauf dreht sie dann auch mal richtig auf, gibt Gas und freut sich darüber, wenn man ihr das Bällchen wirft.
ID: 0704/Stand: 04.02.2013, Update: 14.04.2014
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Buba
Yorkshire-Cairn Terrier Mischling
Rüde, kastriert, geb. 2006



Kleine Hunde sitzen in deutschen Tierheimen meist nicht lange. Im Gegenteil. Man ist als Verein eigentlich ganz froh auch mal kleine Hunde in der Vermittlung zu haben, weil nach denen eigentlich recht häufig gefragt wird. Es will ja nicht jeder einen Hund mit 25 kg aufwärts. Buba fällt mit seinen 5 – 6 kg eigentlich ins Beuteschema vieler Besucher.

Warum also sitzt Buba schon ein fast eineinhalb Jahre im Tierheim? Er präsentiert sich im Zwinger als einer der freundlichsten Hunde in den ganzen Reihen. Schwanzwedelnd präsentiert er Besuchern oft sein Spielzeug und lässt sich auf eine Streichelrunde ein. Auch auf Spaziergängen ist er nett und freundlich.

Nur wissen wir, die ihn schon länger kennen und auch seine Vorgeschichte kennen, dass es eben noch eine andere Seite gibt. Buba ist sozusagen Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Einerseits ist er sehr liebenswert und andererseits zeigt er sich zu Hause nach 2 Tagen auch mal nicht sonderlich nett. Aus diesem Grund ist bereits zweimal eine Vermittlung gescheitert, obwohl wir vor der Vermittlung aufgeklärt haben, dass Buba in den eigenen vier Wänden schon gebissen hat und seine Stellung finden muss. Man muss sich auf Buba einstellen und einige Dinge so nehmen wie sie sind. Natürlich lernt ein Hund in jedem Alter, aber man kann einen Hund in dem Alter und mit der Vorgeschichte (mehrere Besitzer und sicherlich nicht immer ein netter Umgang mit ihm) nicht mehr um 180 Grad drehen.

Buba lebt seit Kurzem bei unserer Pflegerin Frau Lang auf einer Pflegestelle mit anderen Hunden zusammen. Mit den Hunden klappt es sehr gut und Frau Lang weiß mit ihm umzugehen. Wenn man einige Regeln beachtet, kommt man ganz gut mit dem kleinen Terrier aus. Für Rückfragen steht Frau Lang gerne zur Verfügung.
ID: 0728/Stand: 13.03.2013, Update: 13.07.2014
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Bexter
Bordercollie-Mischling
Rüde, kastriert, geb. 07/2006


Bexter hat im Juni 2014 leider schon seinen traurigen einjährigen Aufenthalt bei uns zu verzeichnen. Schon mehr als ein Jahr lang wartet er bei uns auf ein neues Zuhause.

Wir hatten den kuscheligen, etwas pummeligen Teddybär von weiter weg übernommen, da sich die dortigen Tierheime geweigert hatten, einen Hund mit dieser Vorgeschichte aufzunehmen. Es würde den Rahmen sprengen diese Geschichte hier niederzuschreiben. Unsere Frau Bender wird Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn sie sich für ihn interessieren.

Bexter war vermutlich von Anfang an in den falschen Händen. Anders können wir es uns nicht erklären, dass er dort so aus dem Ruder gelaufen. Wir kennen ihn nun ja schon gut ein Jahr lang und können ihn als relativ leichtführig und sehr freundlich und verschmust beschreiben, wenn er jemanden kennt.

Nichts desto trotz ist er kein Hund, den man als „easy going“ oder Anfängerhund beschreiben kann. Wir wünschen uns für ihn ein Paar oder eine Einzelperson ohne Kinder, die Hundeerfahrung haben und verantwortungsbewusst mit dem Hund unterwegs sind.

Bexter riskiert beim Spaziergang bei direkten Hundebegegnungen zwar ganz gerne eine große Klappe, aber dürfte im Großen und Ganzen als recht verträglich beschrieben werden. Er teilt sich bei uns schon sehr lange den Zwinger mit einem Kastraten und hat vor Ankunft bei uns ein paar Wochen in einer Pension im gemischten Rudel gelebt. Zu Katzen kann er leider nicht vermittelt werden.

Für Bexter werden Paten gesucht, die seinen Aufenthalt finanziell unterstützen! Er freut sich auch immer wieder über Diättrockenfutter.
ID: 0822/Stand: 15.06.2013, Update: 13.07.2014
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Milow
Dansk-Svensk-Gardhund
Rüde, nicht kastriert, geb. 09.11.2010



Der Dansk-Svensk-Gardhund ist nicht, wie Sie vom Bild her vielleicht vermuten, ein Jack Russel Terrier. Er ist eine eigenständige Rasse, wenn in Deutschland auch sehr selten vertreten. Es handelt sich nicht mal um einen Terrier. Der Gardhund wird sogar als Anfängerrasse für Familien beschrieben. Was beim Jack Russel nicht unbedingt immer der Fall ist (ohne die Rasse schlecht machen zu wollen, wir haben ja selbst den ganz netten Spike in der Vermittlung).

Nun ist bei Milow aber dennoch irgendwas schief gelaufen, was ihn dazu veranlasst, ab und an mal zuzuschnappen. Von seiner Vorgeschichte wissen wir leider nur sehr wenig. Er wurde von Leuten bei uns abgegeben, die ihn sich per Internetanzeige schenken ließen. Hier kam es z.B. zu einem Vorfall, als man ihm das Geschirr anlegen wollte.

Obwohl Milow nun erst mal einen sehr friedlichen Eindruck macht, werfen wir das Beschriebene der Vorbesitzer nicht über Bord und vermitteln ihn sehr gewissenhaft.

Natürlich hat der kleine Mann auch positive Eigenschaften. Er kann alleine bleiben, hätte ansonsten eine ganz gute Erziehung und käme mit kleinen Hunden besser aus als mit Großen. Katzen gehören nicht zu seinem Freundeskreis.
ID: 0872/Stand: 19.07.2013
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Ibo
Dogo Argentino
Rüde, nicht kastriert, geb. 14.05.2013



Ibo wurde mehr oder weniger auf Grund von Trennung bei uns abgegeben. Er ist zwar schon ein paar Wochen im Tierheim, war aber die ganze Zeit nur als Pflegehund bei uns. Nun hat sein Eigentümer einer Vermittlung zugestimmt, worum wir eigentlich ganz froh sind. Denn Ibo braucht ein erfahrenes, sicheres Zuhause mit Zeit, in dem er die nächsten Jahre wohlbehütet leben kann.

Ibo ist ein sehr unsicherer, instabiler und schreckhafter Rüde, der Fremden gegenüber meist erst mal misstrauisch ist. Je nachdem wie die Körpersprache des Fremden auf ihn wirkt, quittiert er dies entweder mit ausweichen oder auch anknurren.

Ibo braucht Menschen, die ihm die Führung abnehmen. Er darf keinesfalls lernen, dass er für Konfliktlösungen zuständig ist. Denn er wird dies tun und mit zunehmendem Alter wird dies zu Problemen führen. Die Tendenz dazu bringt er leider schon jetzt mit. Auch zu Hause wird er die Führungsqualitäten seiner Familie austesten. Er braucht vom ersten Moment an klare Regeln und Strukturen. Obwohl wir nichts dagegen haben, den Hund im Bett oder auf der Couch zu haben, sollte Ibo erst mal diesbezüglich Grenzen kriegen und „klein gehalten“ werden. Regeln kann man nach einigen Wochen oder Monaten immer noch lockern, wenn das Zusammenleben problemlos läuft.

Die Vermittlung zu einer selbstsicheren Hündin ist denkbar. Er war auch schon mit einem kastrierten Rüden im Freilauf, ohne dass es zu Problemen kam. Aber hier weiß man halt nicht wie er sich weiterentwickelt, er ist ja noch jung. Und wir möchten nicht riskieren, dass er zurück kommt, weil das Zusammenleben mit einem vorhandenen Rüden nicht mehr klappt.

Der schlacksige Rüde hat zwar schon kleine Kinder kennengelernt, aber wir werden ihn nicht zu Kindern vermitteln. Auch nicht an junge Leute, denn denen wird schlicht und ergreifend die Hundeerfahrung für einen solchen Hund fehlen.
ID: 1055/Stand: 10.02.2014, Update: 19.03.2014
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Notfall:
Judy
Border Collie
Hündin, nicht kastriert, geb. 2004



Judy fällt den meisten Besuchern als allererstes auf, wenn sie durch die Zwingeranlagen im Tierheim laufen. Nicht etwa negativ, nein überhaupt nicht. Sie fällt dadurch auf, dass sie immer sehr sehnsüchtig darauf wartet, dass jemand vorbei läuft und ihr ihren Kong oder das Bällchen wirft.

Judy ist sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern ein beliebter und fröhlicher Gassigehhund, der gerne und häufig ausgeführt wird. Unterwegs ist sie Hündinnen gegenüber ab und an etwas zickig, lässt sich aber gut korrigieren.

Wir könnten uns eine Vermittlung zu einem Rüden oder aber auch zu Freigängerkatzen vorstellen. Sie läuft auf unserem Hof problemlos durch die Hofkatzen, ohne groß Notiz von ihnen zu nehmen.

Da Judy enorme Tendenzen zum Balljunkie hat, sollte man sie mit Bällchen und Stöckchen werfen nicht weiter hochfahren. Sie wäre beispielsweise ein idealer Begleithund beim Wandern oder Joggen.

Kinder sollten bereits größer sein. Mit dem Alleinebleiben hat sie keine Probleme.

Man sollte sich von Judy´s Alter nicht abschrecken lassen. Sie ist noch ein fitter Hund, mit dem man sicherlich noch ein paar schöne Jahre verbringen kann.
ID: 1078/Stand: 03.03.2014, Update: 13.07.2014
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